IM Lanzarote 2009

Guten Morgen zusammen,

nach einer wirklich bescheidenden Nacht nun der vesprochene ausführliche Bericht zum Ironman Lanzarote 2009:

Am gestrigen Wettkampftag war die Nacht um 3.30 für mich zu Ende. Nach einer Dusche gab es Weißbrot mit Erdbeermarmelade.
Nach den letzten Vorbereitungn sind wir dann um 5.30 Richtung Start gefahren, der jedoch nur 5min entfent ist. Radpumpen, Power Bar aufs Rad kleben und wahrscheinlich zum xten Mal nochmal alles am Rad kontrollieren.
Neoprenanzug, Mütze und Brille an und dann ab zum Strand, wo wir dann mit 1400 Sportlern auf den Startschuß warteten. Ich stand ziemlich vorne und habe mich dann auch direkt voll in die Schlacht geworfen. Ja, es ist wirklich ne Schlacht. 1400 Leute stürzen gleichzeitig auf einer Breite von max. 20m ins Wasser. Du willst keinen schlagen, wirst aber natürlich geschlagen und teilst wahrscheinlich auch aus. Im ersten Jahr(2007) hatte ich hierbei große Panik, mittlerweile ist es einfach nur ätzend.
Die 3,8km Schwimmen sind auf einen zweimal zu durch schwimmenden Dreieckskurs aufgeteilt. Das Meer war relativ ruhig und gut zu Schwimmen. Ich bin meist etwas Abseits geschwommen, um eben nicht “verprügelt” zu werden und meinen Rhytmus zu schwimen. Dies geht natürlich nur auf den Geraden und nicht an den Wendebojen.
Ich fühlte mich beim Schwimmen sehr gut und war daher verwundert, dass die Uhr bei 1h3min sthen blieb. Im Nachhinein muss man sagen, dass wohl alle langsamer als sonst waren. Strömung, keine Ahnung?
Nach einem hektischen Wechsel, der bei mir ja nie so besonders schnell ist, ging es dann endlich aufs Rad. Ich fuhr als 230ter los und durfte nun in meiner Paradedisziplin angreifen. Ich hatte mir aber entgegen meiner üblichen Handlungsweise:”Vollgas”vergenommen, dass ich kontrolliert Gas geben wollte und in keinem Fall in den roten Bereich gehen wollte. Dies tat ich dann auch und ich musste mich so manches mal beherrschen nicht so richtig drauf zu treten. Es war sehr windig und so hatte ich in meinen Wave TT hinten ein Xentis Mark 1 TT(Drahtreifen) montiert und vorne kurzfristg wegen des Windes ein Easton EA 90 SLX, mit einer sehr flachen Felge.
Gestern war ich skeptisch, heute kann ich sagen, dass es die richtige Entscheidung war.
im Gegensatz zu den Vorjahren,bin ich ja in diesem Jahr mit einen speziellen Zeitfahrrad unterwegs gewesen. War dies nun besser bei dieser Strecke? Die Antwort kann nur subjektiv sein: Ich denke es war in keinem Fall ein Nachteil und wenn man die Topprofis betrachtet, die in dieser Angelegenheit in den Vorjahren auch sehr unentschlosssen waren, so muss man feststellen, dass ausnahmslos alle auf Zeitfahrrädern unterwegs waren. Ich bin auf jedenFall gut zurecht gekommen und würde es wieder so machen. Meine Radzeit von 5h3min, die die 5 beste Tagesradzeit von allen war und dies bei schwierigen Bedingungen und angezogener Handbremse, spricht auch für das gewählte Material.
Ich habe meine Ernährung in diesem Jahr auf dem Rad etwas umgestellt und habe viel und fast ausschließlich Gel zu mir genommen. Insgesamt hatte ich heute bestimmt über den Tag verteilt 25 Gels zusätzlich zu den anderthalb Power Bars und den vielen Elektrolytgetränken. Hinzu kam wie immer viel Wasser, das gestern nicht nur auschließlich über meinen Kopf landete, sondern auch hin und wieder darin. Das lag wohl daran, dass mein bevozugtes Getränk, Cola, hier mit so viel Wasser verdünnt war, dass du dann auch direkt Wasser trinken konntest. Nach dem Radfahren war ich dann insgesamt 16ter und erfreute mich einem tollen Applaus, der doch super besuchten Veranstaltung. Nach einem “normal” schnellen Wechsel in meine Zoot Laufschuhe ging es dann auf die Strandpromenade, die man vier mal hoch und vier mal runter Laufen muss.
Beim Radfahren war das Wetter mit dem vielen Wind und kurzfristig sogar etwas warmen Regen nicht so toll. Da die Strandpromenade, zum großen Teil, relativ geschützt ist merkt man den Wind dort nur zum Wendepunkt hin. Die Sonne knallt dafür um so mehr rein, was ich heute durch einen schönen Sonnenbrand belegen kann. Mein Ziel war es unter 3h30min zu Laufen, was mir mit meiner Laufzeit von 3h29min auch gelungen ist. Jedoch lief es auf dem ersten 25km so gut, dass ich während des Laufs auf mehr spekuliert hatte. Ich lag bis zu diesm Zeitpunkt, obwohl ich schön ruhig ohne zu Kämpfen lief, genau auf 3h20er Kurs. Halbamarathonzeit:1h39min. Es kam natürlich anders, denn ich bin immer langsamer geworden und das obwohl ich mr so richtig in die Fresse gehauen habe. Zum Schluß war es nur noch Kampf und Wille, kein richtiges Laufen mehr.
Ansonsten hatte ich keine körperlichen Probleme und sogar die Toiletten wurden, bis auf eine kleine Pipipause, von meinen Besuchen verschont. Einzig meine großen Zehen machte nicht so ganz mit, da ich schon früh bemerkte, dass ich Blasen bekomme. Der linke große Zeh sieht mittlerweile aus, wie eine geschälte Kartoffel. Dieses Problem hatte ich schon einmal, ich glaube 2008 auf Hawaii, weiß aber nicht wirklich woher dies kommt, da ich sonst, auch bei langen Läufen solche Probleme nicht habe.
Mit meiner Gesamtzeit von 9h47min war und bin ich sehr zufrieden. Dies bedeutet den 36. Gesamtrang und denn 6. Platz in meiner Altersklasse, was wiederum die Hawaiiquali mit sich bringt. Ich habe mich im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 15min verbessern können und dies ist nicht so einfach, da die Zeiten in Lanzarote, aufgrund der Strecke weltweit annähernd die Langsamsten sind.
Gestern abend ging es mir nach 1-2 Stunden schon wieder sehr gut und ich habe schon meine Räder ein gepackt. Geschlafen habe ich sehr, sehr schlecht und nun tut mir eigentlich alles weh, daher bin ich wohl auch heute um 5 Uhr raus und tippe hier meine Zeilen.
Um 10 Uhr muss ich meinen Slot für Hawaii abholen. Ja, ich werde ihn erst mal nehmen und würde auch prinzipiell gerne wieder hin. Ich habe da noch ne Rechnung offen! Jedoch werde ich in den nächsten Wochen schauen, wie ich zeitlich zum Trainieren komme und ich es somit schaffe eine gute Form für Hawaii zu bekommen.
Natürlich ist Hawaii auch teuer und da meine Brust noch scheeweiß ist, würde ein Firmenlogo sicher super aussehen. Leider ist dies wahrscheinlich nicht so einfach…..
Vielen, vielen Dank für eure Unterstüzung, die mich aus manchem Tal heraus geholt hat und mich immer sehr motiviert!!

Schönen Sonntag noch,

Markus

P.S.: Gleich werde ich erstmal so richtig schlecht(ungesund…..) und viel frühstücken!

9 Reaktionen zu “IM Lanzarote 2009”

  1. Dr. Henrich Guntermann

    Hallo Markus-Hero,

    herzlichen Glueckwunsch fuer die ueberragende Leistung ! Auch wie Du mit den schwierigen Bedingungen zurechtgekommen bist, ist echt toll. - Jetzt pfleg Dich erstmal und geniesse den Erfolg.

    Liebe Gruesse,

    Henrich

  2. erwin lammenett

    hey markus, glückwunsch zum tollen rennen. besonders die 3:30 beim lauf haben mir imponiert, denn ich weis ja welche probleme du mit dem laufen anfänglich hattest. ich freue mich für dich. gruss erwin

  3. Björn

    Hallo Markus, herzlichen Glückwunsch zu dieser grandiosen leistung. Ist ja der Hammer 15 min. besser als letztes Jahr. Echt Super. Wir sehen uns in der Heimat.
    Gruß Björn

  4. Oliver Dickheuer

    Hallo Markus,
    herzlichen Glückwunsch zu deinem tollen Ironman. Klasse Leistung, du wirst ja immer besser. Weiter so.
    Wir sehen uns.

    Gruß
    Anke, Oliver und Niko

  5. Zimmermann

    Hi Markus,
    herzlichen Glückwunsch. Ich bin fest überzeugt, dass Du diesen Schwung nach Hawai mintnimmst und dort nochmal zuschlagen wirst.
    Gruß,
    Manfred

  6. Holger

    Hallo Markus,

    auch Glückwunsch von mir zu deinem Erfolg. Super Laufleitsung!!!

    Gruß,
    Holger

  7. ralf nüttgens

    servus markus,

    herzlichen glückwunsch zu dieser mega leistung und auf diesem hammer kurs.
    besonders nach hinten raus auf 3:20h tempo, verdient ganz großen respekt!!!

    weiter viel erfolg und gute erholung ;-).

    gruß, ralf

  8. Ramin

    Hallo Markus,

    auch Glückwunsch von mir zu deinem Erfolg. Super Laufleitsung!!!
    Die Zeit beim Marathon ist prima!(Respekt! Auf dieser Lauf-Strecke!)
    Die verlorene 10 Minuten stecken bestimmt in den Kartoffeln, die du mitgeschleppt hast ;-).
    Besten sportlichen Gruß,
    Ramin

  9. Marcel

    Hallo Markus!

    Herzlichen Glückwunsch zu Deiner Leistung! Ich drücke Dir die Daumen für die Vorbereitung Richtung Hawaii!

    Gruß

    Marcel

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