Hawaii 2026/7
Hawaii 2026 – Volles Programm (von Jenny)

So, es ist nun der – ich muss gerade erst einmal überlegen, im Urlaub verliere ich ständig den Überblick – siebte Tag hier in Hawaii. Und es ist wieder viel passiert.
Früh am Morgen sind wir zum Dig Me Beach, um bis zum AG1-Boot zu schwimmen. Nach meinem Scheitern am Mauna Kea und einem Ruhetag gestern habe ich mein imaginäres Krönchen gerichtet und bin mit dem Rad nach Kona gefahren.
Gefühlt wird es jeden Tag voller auf der Insel. Auf dem Highway war um kurz vor 6 Uhr, als ich losgefahren bin, schon richtig was los. Noch keine Radfahrer, aber jede Menge Autos. Trotzdem ist es für mich die schönste Zeit zum Radfahren, wenn die Sonne langsam aufgeht und die Temperaturen noch angenehm sind.
Am Anfang lief es nicht so, aber als ich mich etwas eingefahren hatte, war alles im grünen Bereich.
Die restliche „Gang“ ist mit dem Auto gekommen und um 7:45 Uhr haben wir uns gemeinsam mit ein paar „wenigen“ anderen Leuten in die Fluten gestürzt.
Anna und ich hatten nur das Ziel „bis zum Boot“ – Leni und Markus wollten etwas länger schwimmen. Anna, prinzipiell eher Läuferin, hat sich bei doch regem Wellengang tapfer geschlagen.
Leider waren alle Schwimmreifen am Boot schon belegt. Also sind Anna und ich zurück. Bei mir ist halt immer noch das Problem, dass die Schulter seit meinem Unfall vor mehr als zwei Jahren noch nicht so will wie ich und einfach wehtut.
Wie Markus das schon nach so kurzer Zeit wieder hinbekommt, ist mir ein Rätsel. Er denkt den Schmerz einfach weg oder es ist ihm schlichtweg egal. Aber deshalb finisht er auch seine Wettkämpfe und meine Wenigkeit sagt nur „Mauna Kea“.
Ich glaube, mir fehlt dieses Wettkampf-Gen. Habe ich einfach nicht so mitbekommen. Der Ganser hat das auf jeden Fall – woher auch immer.
Leni und Markus hatten dann beim Weiterschwimmen wirklich einen besonderen Moment und sind in eine Delfinfamilie geraten. Zum Glück hatte Markus Leni dabei, denn nach ihrer Aussage musste sie Vater erst einmal stoppen, sonst hätte er es gar nicht mitbekommen und wäre einfach vorbeigeschwommen.
Halt schon wieder im Wettkampfmodus, der Gute.
Leider hatten die beiden die GoPro nicht dabei und die „nette“ Frau auf dem Surfbrett, die in der Nähe gefilmt hat, wollte die Aufnahmen auf Nachfrage von Leni leider nicht teilen.
Bitch.
Leni hat gefragt, ob sie die Frau verklagen kann, weil sie ja jetzt ungefragt auf ihren Aufnahmen zu sehen ist. Keine Ahnung. Gibt es hier auch Datenschutz?
Egal, danach ging es für Markus zur Wettkampfbesprechung. Wir haben ein bisschen gebrutzelt und die Zeit totgeschlagen. Dann ging es erst einmal kurz nach Hause.
Markus musste noch ein Ründchen laufen. Alle anderen waren, glaube ich, froh, dass wir mal eine kurze Pause hatten.
So, wie Markus aussah, als er zurückkam, sah es extrem nach Hitzetraining aus und so, als könnte er auch mal eine Pause gebrauchen. Leicht verschwitzt, der Gute. Kaum zu glauben. Und das Ganze ohne den Core-Anzug.
Aber ganz ehrlich: Ich schwitze hier einfach nur, wenn ich „bin“, ohne sportliche Betätigung.
Da es aber natürlich noch weitere Pläne gab, war unsere Ruhephase dann auch schon wieder vorbei. Es gibt noch Strände, die abgeklappert werden müssen.
Heute: Makalawena Beach.
Der Strand ist wirklich wunderschön, erfordert aber eine „kleinere“ Wanderung durch die Lava, denn mit dem Auto kommt man da nicht hin. Aber wir konnten uns dort angekommen zumindest abkühlen.
Als Fotospot für den Nachwuchs war er auch ganz wunderbar geeignet. Vor allem der kleine Süßwasser-Tümpel, der aus den Bergen gespeist wurde und hinter dem Strand lag, umgeben von Palmen.
Was will man mehr? Neuer Insta-Hotspot, würde ich sagen.
Da wir, wie immer, nur halb vorbereitet sind auf Strände, die wirklich abseits liegen, war es dann der Hunger einer Tochter, der uns wieder zurückgetrieben hat. Sie war nämlich kurz davor, den Hungertod zu sterben.
Ja, auch mit über 20 können sie noch sehr dramatisch werden. Einige wissen vielleicht, von wem ich spreche.
Also: Strand abgehakt und auf dem Rückweg Essen besorgt. Hatte was von einer Horde halb verhungerter Wölfe.
Nun ist es schon 19 Uhr. Und wie immer wird es nicht spät bei uns.
Morgen hat Markus einen Ruhetag eingeplant. Also gehe ich noch ganz früh eine Runde Radfahren. Ich lasse den Mauna Kea zwar aus, aber wer die Insel kennt, weiß, dass man den ein oder anderen Höhenmeter zusammenbekommt, sobald man vom Highway abbiegt.
In diesem Sinne: Allen einen schönen Tag.







